Bericht

Bericht Jubiläumstour 21.07.-25.07.2010 Hochstubai





1. Tag: Mittwoch, 21.07.2010

Pünktlich um 8.00 Uhr starteten wir vom Parkplatz der St. Martinskirche mit Johanns und Hans-Jürgens PKW. Roland stieg in Leipheim und Markus auf dem Pendlerparkplatz in Nersingen zu. Nach einer Kaffeepause am Rastplatz Nassereith und einem kurzen Stopp vor Sölden erreichten wir um 13.45 Uhr den Parkplatz (1759 m) unterhalb der Timmelsalm am Fuße des Timmelsjochs auf südtiroler Seite.
Um 14.15 Uhr marschierten wir los in Richtung Schneeberghaus (2355m). Auf dem gut markierten Weg Nr. 29 genossen wir die herrliche Landschaft und das sonnige, warme Wetter. Dass wir alle nach kurzer Zeit nassgeschwitzt waren, tat der Vorfreude auf die nächsten Tage keinen Abbruch.
Die Privathütte Schneeberghaus erreichten wir um 16.30 Uhr. Eine Stunde später trafen nach und nach unsere Freunde der Sektion Siegen ein. Carsten stieß erst in den Abendstunden zu uns, da er beruflich noch zu tun hatte.
Die Hütte gehörte zu einem inzwischen geschlossenen Zink-und Bleibergwerk dessen Geschichte in einem kleinen Museum geschildert wird.
Die Freundlichkeit, das gute Essen und die großzügigen Lager auf der Hütte gefielen uns sehr. Den tiefsten Eindruck hinterließ bei Teilen der Männerwelt jedoch die sehr attraktive Bedienung Rita.

2. Tag: Donnerstag, 22.07.2010

Gemeinsam mit 6 Bergfreunden aus Siegen und nach einem guten Frühstück in der Schneeberghütte begann um 7.30 Uhr der Abmarsch. Der erste Anstieg zur Karlscharte mit 345 hm war nach gut 1 ¾ Std. erreicht. Von da an ging es durchs traumhafte Timmelertal wieder bergab zum Timmerler-Schwarzsee 2.514m. Hier wurde auch eine 20 min. Rast eingelegt, so dass auch der letzte Nachzügler wieder den Anschluss fand. Denn anschließend folgte der Aufstieg zur Schwarzwandscharte 3.059m, wo der steile Teil im Schnee einiges abverlangte.
Danach hatten wir alle eine längere Mittagspause verdient und der Rundblick entschädigte alle Mühe. In 4 Seilschaften auf der letzten Etappe an diesem sommerlichen Tag überquerten wir mit leichtem Anstieg den Übeltalferner und waren kurz nach 14.00 Uhr am heutigen Ziel, der Müllerhütte auf 3.148 m angekommen.
Am späten Nachmittag unternahmen einige aus der Gruppe leichte Aktivitäten und mit einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde war um 22.00 Uhr Hüttenruhe.

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3. Tag: Freitag, 23.07.2010

Am 3. Tag hieß es früh aufstehen. Da uns laut Wettervorhersage ab Mittag ein Sturmtief erreichen sollte, war bereits um 5.30 Uhr Aufwachen angesagt (wenigstens für diejenigen, die trotz Schnarcher schlafen konnten!).
Kurz vor 7.00 Uhr ging es dann von der Müllerhütte Richtung Wilder Pfaff. Nach einer kurzen Überquerung des Gletschers erreichten wir den Ostgrat, der uns in wunderbarer Kletterei im unteren Schwierigkeitsgrad auf den 3.458 m hohen Gipfel führte.
Oben angekommen galt das Motto „Wie sie sehen, sehen sie nix“, denn statt des erhofften Blicks auf das Zuckerhütl sah man erstmal nur Nebel. Aufgrund der recht großen Gruppe und der wahrlich nicht rosigen Wetteraussichten beschlossen wir nach dem Abstieg zum Pfaffensattel wehmütig, das eigentliche Ziel Zuckerhütl im wahrsten Sinn des Wortes links liegen zu lassen und auf direktem Weg die sichere Hildesheimer Hütte anzusteuern.
Diese erreichten wir dann glücklicherweise trockenen Fusses auch mehr oder weniger gleichzeitig um 11.30 Uhr, wobei sich für einige Teilnehmer ein interessanter Anblick bot, als Johann und Jürgen auf einmal die Hüllen fallen ließen, um mal kurz im eiskalten Bergsee vor der Hütte eine Runde schwimmen zu gehen. Respekt. Zu sehen gab es für die anwesenden Paparazzi allerdings auch diesmal recht wenig, was aber eher den kalten Temperaturen des Sees und weniger dem Nebel zuzuschreiben war.
Den Rest des Tages begnügten wir uns dann damit, ein kleines Nachmittags-Nickerchen einzulegen oder die aufkommenden einzelnen Regenschauer und den beginnenden Schneefall aus der gemütlichen Gaststube zu beobachten.

 

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4. Tag: Samstag, 24.07.2010

Nach einer Nächtigung auf der Hildesheimer Hütte 2.899 m, stellten wir fest, dass über Nacht der Winter eingebrochen war. Um ca. 9.00 Uhr, das Frühstück war schon Vergangenheit, machten wir, geführt von Helmut, uns auf den Weg zur Siegerlandhütte 2.710m.
Dank Helmut und Norbert mussten wir nicht selbst den Weg suchen. Auf und ab stapften wir über das Gamsplatzl, immerhin über 3.000 m, durch die verschneite Landschaft.
Gegen 13.00 Uhr kamen wir etwas feucht an unserem Ziel an. Andere Siegerländer und Günzburger saßen schon im Trockenen.
Abends wurde miteinander der 100 Jahre Sektion Günzburg gedacht. Mit einer Ansprache der 1. Vorsitzenden Hans Engelhart und Ludger Felbecker, sowie einem anschließenden Quizspiel begann der stimmungsvolle Abend. Dieser endete erst weit nach Mitternacht.

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5. Tag: Sonntag, 25.07.2010

Nach der 100 Jahrfeier am Vorabend,die doch über die normale Hüttenruhezeit hinausging, klingelte uns Marcus mit seinem Handywecker viel zu Früh, bereits um 6.30 Uhr aus dem Schlaf. Ab 7 Uhr gab es wieder ein reichliches Frühstücksbüffet für die Hüttengäste auf der Siegerlandhütte. Pünktlich um 8 Uhr verabschiedeten wir uns und begannen bei böigem Wind den Aufstieg zur Windachscharte. Leider hatte es am Vortag und in der Nacht Neuschnee gegeben und es musste gespurt werden, diese Arbeit übernahmen zuerst Jürgen und Carsten von der Siegerlandgruppe, später übernahm Günter von der Günzburger Gruppe diese Arbeit. Nach einer Stunde mühsamen Hochstapfen im manchmal Knietiefen Schnee kam eine Markierung in sicht und wir freuten uns schon so zügig den Übergang vom Windachtal ins Timmelstal erreicht zu haben, leider mussten wir feststellen, dass wir zu weit nach links abgekommen waren, also wieder ein stück abwärts und nach rechts queren und so standen wir bei starkem Wind um 9 Uhr15 auf der Windachscharte auf 2844 mtr Höhe. Von der Scharte sah man schon den Timmler Schwarzsee und das Ende der Schneefallgrenze. Den Abstieg spurten wieder Jürgen und Carsten und so erreichten wir um 10 Uhr den Timmler Schwarzsee, wo eine kurze Rast eingelegt wurde, hier wurden dann auch die Annoracks gegen leichte Windjacken ausgetauscht. Der weitere Abstieg wurde ab und zu von Pfiffen aufgeschreckter Murmeltiere, von wunderschöhnen Ausblicken auf den mäandernden Timmelsbach und einem herrlichen Wasserfall begleitet, so dass wir bei bester Laune bereits um 11 Uhr an der Timmel- Alpe auf 2000 mtr. Höhe ankamen. Hier stärkten wir uns mit allerlei Schmankerln und bei Live- Musik Auf breitem Fahrweg wurde das letzte Stück bis zum Parkplatz bei der Schönauer Alm zurück gelegt wo wir gegen 12 Uhr 45 ankamen. Hier verabschiedeten wir uns von unseren Siegerländer Bergkameraden und traten über die Timmelsjochstrasse die Heimfahrt an. Die Fahrt ging zügig durch das Ötztal, die 171 nach Imst über Nassereit und den Fernpass, plötzlich in Höhe des Gasthofes Zugspitzblick Stau. Im Stopp and Go ging es bis kurz vor der Südabfahrt Reute, dort erfuhren wir dann auch den Grund für den Stau, auf der Burgruine Ehrenstein fanden Ritterspiele statt, deshalb war die Strasse auf einer Länge von ca. 1 km auf 30 Std km begrenzt. Die restliche Heimfahrt ging ohne weitere Probleme zu Ende und wir waren gegen 17.15 Uhr sicher am Ziel. Damit ging eine schöne 5 Tagestour zu Ende und ich möchte den Bergführernn und unseren Fahrern ein recht herzliches Dankeschön sagen. In diesem Sinne und in Vorfreude auf die nächsten Bergtouren ein herzliches

BERG HEIL

der Text wurde von den Kameraden aus Günzburg verfasst,
die Bilder wurden aus dem Pool  der Bilder aller Teilnehmer ausgewählt.

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