Hochtouren im Stubai

Gaiskogel
Grat
Kluft
Nebel
Gletschersee
Grat
Zuckerhütl

Hochtouren im Stubai 11.-19. Juli 2015

Monika, Jessica, Uli und Carsten

Samstag früh treffen sich Carsten und Monika in Sölden, um auf die Siegerlandhütte auf zu steigen und die neuen Pächter Edeltraud und Raimund zu begutachten und für sehr freundlich zu befinden. Das Essen ist super, die Preise sind allerdings etwas angezogen, besonders für Bier, was manchen durchaus schmerzhaft sein wird.


Sonntag ist Wechsel zur Hildesheimer, bei Kaiserwetter und mit einigen Schlenkern über Schnee, Eis und Fels. Der Versuch den Gaißkogl vom Gamsplatzl zu besteigen scheitert an fehlenden Sicherungsmöglichkeiten. Nachmittags sind wir noch den Falkengrat-Klettersteig gegangen.

Abends ist Treffen mit Jessica geplant, leider ist ein grober Kommunikationsfehler aufgetreten und sie kommt zur Siegerlandhütte statt zur Hildesheimer, wo sie dann aber zufällig auf Burkhard Patt trifft und nette Unterhaltung findet.


Am nächsten Morgen gibt es einen Schlechtwettereinbruch mit Regen und Nebel, somit ist erst mal die Planung hinfällig, Jessica wird später am Gamsplatzl in Empfang genommen und glücklich vereint gibt es noch mal eine Übernachtung bei Gustl auf der Hildesheimer.


Dienstag geht es dann zu dritt weiter, Aufstieg über den Pfaffenferner, der nicht so steil ist wie befürchtet, über den Pfaffenschneid 3498m aufs Zuckerhütl 3505m in den Pfaffensattel über den Wilden Pfaff 3456m und über den Ostgrat zur Müllerhütte.

Ein schöner, langer, etwas anspruchsvollerer Tourentag, ab Zuckerhütl wieder in der Sonne, wir begegnen keinem einzigen anderen Tourengänger und werden freundlich auf der Müllerhütte empfangen.


Mittwoch ist Treffen mit Uli, unserem 4.Teilnehmer, geplant und diesmal klappt alles reibungslos. Wir nehmen ihn punktgenau vor der großen Randspalte an der Scharte zum Hohen Eis mit ans Seil, er ist von der Siegerlandhütte aufgestiegen. Von da aus gibt es eine, stellenweise luftige, Kletterei übers Hohe Eis 3388m und weiter, am Badesee der Gletscherfrau vorbei, zur Sonklarspitze 3467m. Dann klettern wir gemeinsam wieder den Ostgrat zum Übeltalferner und laufen bei strahlendem Sonnenschein zur Müllerhütte zu Kaffee, Kuchen, Suppe, Bier, etc. und weiter zum Becherhaus, wo der Hüttenwirt Erich schon mit dem Schnaps auf uns wartet.


Donnerstag sind frühe Gewitter angesagt, um Stress für alle zu vermeiden geht Monika nur bis zum Signalgipfel mit und alleine weiter zum Wilden Freiger, die anderen machen die Runde über Roten Grat und weiter zur Rotgratscharte, dann geht es auf dem neu markierten Weg Richtung Vogelhüttensee und den „Normalaufstieg“ zurück zum Becherhaus. Beim Aufstieg wird eine Dreiergruppe überholt, später stellt sich raus, dass der Pfarrer auf dem Weg zum Becher ist. Fast alle Gäste des Becherhauses besuchen abends die Messe in der Kapelle.


Freitag wieder strahlend blauer Himmel, zurück über Wilden Pfaff zum Pfaffensattel, wo der Pfaffensteig auf eine Inspizierung wartet. Carsten klettert vor und räumt jede Menge Geröll und Steinbrocken unter lautem Getöse aus dem Weg, einige Drahtseilstellen sind über den Winter durch Steinschlag beschädigt, unten fehlt das letzte Stück zum Gletscher ganz, es wird eine Abseilstelle eingerichtet. Carsten wird als erster abgelassen und kann in die Tiefe der Randkluft schauen, „Dass passt schon!“ Die beiden Damen werden sicher über die etwas angsteinflößende und tiefe Randkluft zum Triebenkarlasferner abgelassen, Uli seilt ab und unsere Seilschaft kann im Schnee bis zum Ende des Gletschers absteigen. Es geht bei brütender Hitze weiter zum sogenannten Erbswurstsee, wo ein Sprung ins kalte Wasser eine Wohltat ist. Das allabendliche Gewitter beobachten wir wieder von der Siegerlandhütte aus.

Samstag machen Carsten und Uli eine Klettertour über die Beillöcherspitzen mit geplanter Überschreitung zum Scheiblehnkogl, Jessica und Monika „spazieren“ über den Normalweg.

Die Überschreitung ist leider nicht möglich, die Tour endet an der Beillöcherspitze, zu viel abgesprengte Steinwände und Geröll versperren den Weg in die Scharte zum Scheiblehnkogl, so dass wir auch wieder getrennt absteigen und dann den letzten Abend auf der Siegerlandhütte verbringen.


Sonntag ist nur noch Abstieg nach Sölden und Heimfahrt, wo es noch viel viel heißer ist.

Es war eine gelungene super-schöne Touren-Woche, vielen Dank an Carsten der, obwohl es eine Gemeinschaftstour war, sich für die Sicherheit und Durchführung so sehr verantwortlich gezeigt hat und vielen Dank an alle für die gute Gemeinschaft!


Monika Geßmann