Neubau Wasserkraftwerk

Ein Kleinwasserwerk entsteht

Bereits beim Arbeitseinsatz 2006 wurden die ersten Untersuchungen zum Wasserkraftwerk unternommen.

Mittels eines Versuchsstaudammes mit Überfasswehr wurde getestest mit welcher Wassermenge zu rechnen ist. Diese Untersuchung war Basis für das anschließende Projekt und die Auslegung des Kleinstkraftwerkes, welches in 2010 in Bau gehen soll.

 

Ein paar Eindrücke von 2006

und von 2009

2010 - Baubeginn am Wasserwerk

Der Schwerpunkt des diesjährigen Arbeitseinsatzes liegt beim Bau des Kleinstwasserkraftwerkes.

Siegerlandhütte erhält umweltfreundliche Energie Siegerländer Rohre gehen auf die Reise ins Ötztal

Die Gedanken, Wasserkraft zur Energieversorgung der Siegerlandhütte in den Stubaier Alpen zu nutzen, sind so alt wie die Hütte selbst. Vermutlich hätte man dies auch frühzeitig realisiert, wäre nicht der Zweite Weltkrieg dazwischen gekommen. Und danach fehlte lange Jahre das Geld. Später mussten andere Prioritäten gesetzt werden. Mehrere notwendige Umbauten und Modernisierungen, eine Materialseilbahn, Umweltschutzauflagen, eine moderne Wasserversorgungsanlage und letztendlich der Neubau eines Nebengebäudes verschlangen alle frei verfügbaren Mittel der DAV-Sektion Siegerland als Eigentümerin.

Durch eine Flüssiggasanlage glaubte man eine Zeit lang eine preisgünstige Lösung zumindest bezüglich der Beleuchtung gefunden zu haben, die sich aber wegen der Feuergefahr als problematisch erwies. Die in den 90er Jahren weiter entwickelte Solartechnik ermöglichte eine Beleuchtung der Hütte durch elektrischen Strom, doch Waschmaschine, Kühlschränke und die zunehmende Verwendung von elektrischen Küchengeräten machten die Anschaffung eines Notstromaggregates notwendig, das aber von Beginn an wegen seiner Umweltbelastung als vorübergehende Einrichtung angesehen wurde.

Im Jahre 2004 wurde dann der Gedanke der Energiegewinnung erneut ernsthaft diskutiert, und ein Jahr später besuchte Prof. Jürgen Jensen, Leiter des Forschungsinstituts Wasser und Umwelt der Uni Siegen, die Siegerlandhütte. Danach begannen ernsthafte Planungen zur Nutzung der Wasserkraft eines an der Hütte vorbei fließenden Baches. Nach einer Diplomarbeit des damaligen Studenten Christian Wilhelm wurde ein Konzept entwickelt, das danach umgesetzt werden sollte. Durch eine 350 Meter lange Druckrohrleitung soll das Wasser von einem kleinen Staubecken zu einer 85 m tiefer liegenden Turbine geleitet werden. Im Jahre 2007 wurden genaue Wassermessungen vorgenommen, die ein positives Ergebnis erbrachten. Danach wurde im Jahre 2007 das behördliche Genehmigungsverfahren eingeleitet und nach der Genehmigung im Jahre 2009 mit dem Bau begonnen. In diesem Jahr wurde bereits das Staubecken zum Ausgleich von Schwankungen im Wasserzufluss fertig gestellt.

.Die Gesamtkosten in Höhe von 120 000 € kann der Verein nur zusammen mit Beihilfen und ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder – veranschlagt sind insgesamt ca. 2200 Arbeitsstunden – sowie dank großzügiger Spenden, unter anderen der Siegerländer Sparkassen, aufbringen. Einen maßgeblichen Anteil am Gelingen haben auch die Firmen Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (früher Röhrenwerk Fuchs) in Kaan-Marienborn und Loeber-Lehnhof aus Siegen. Durch deren Entgegenkommen bei der Rohrlieferung und dem Transport nach Sölden/Ötztal wird dem Verein überhaupt erst die Realisierung der Maßnahme möglich. Die Rohre wurden am 2. Juni in Kaan-Marienborn verladen und ins Ötztal transportiert. Von dort sollten sie am 18. Juni mit einem Hubschrauber zur Siegerlandhütte geflogen werden.


Wetterbedingt kann noch nicht mit der Arbeit begonnen werden, starker Nebel verhindert den Flug zur Hütte. Die Piloten können wegen der schlechten Sicht nicht einmal die Hütte ausmachen, "...Das hat es in all den Jahren seit wir die Siegerlandhütte bewirtschaften noch nie gegeben..." so die Hüttenwirtin Froni.

Hoffen wir, dass es bald los gehen kann und Sie die Berichterstattung hier verfolgen können.

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Es kann endlich losgehen

Das Wetter hat sich geändert und der Arbeitseinsatz an der Siegerlandhütte ist in vollen Zügen.

Das Bild zeigt die Rohrleitung am Hubschrauberlandeplatz bei Fiegls Gasthof.

 

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25. Juni 2010

Das Fundament vom Turbinenhäuschen wird betoniert.

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Weitere Bilder

zwei Bilder zeigen den noch verschneiten Speicherteich. Er wurde wie auf den Bildern zu sehen, von Hand freigelegt. Inzwischen sind die Verschlußventile montiert und das Wasser wird gestaut.

Das 3. Bilder zeigt den Hubschrauber beim Abfliegen während des Betonierens des neuen Technikraum. Die Deutschlandfahne hängt nicht zum Spaß dort! Damit bestimmt der Hubschrauberpilot die Windrichtung.

30.06. bis 03.07.2010

Wetere Bilder vom diesjährigen Arbeitseinsatz von Henrik Münker.

Ludwig Maerzhäuser und Steffan Seelbach bei der Treppenmontage
zwischen Winterraum und Aufzugsgebäude
Montage und Verlegung der Wasserleitung
vom Staubecken bis zum Turbinenhaus
durch Steffan Seelbach,
Henrik Münker,
Bruno Ebner,
Frank Heinbach
und Uli Benner

Montage der 3 Wärmespeicher im
alten Winterraum durch Ludwig Maerzhäuser

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AE 2010 wird fortgesetzt

Hermann konnte mir heute erfreulicherweise berichten, daß die Verlegung der Durchwasserleitung vorgesetzt wird. Er hat mit zwei neuen Kräfte aus Günzburg, die heute am Nachmittag eintrafen, weitere 18m Rohr verlegen können.

Beachtlich, daß unsere Helfer sich auch mit über 70 Jahren dieser schweren Arbeit aussetzen!

P. Neuser

19.Juli 2010

Auch in dieser Woche wird unermüdich gearbeitet.

Günzburger und Siegerländer beim befestigen der Trieb Wasser Leitung
Speicher Teich liefert ausreichend Wasser

21. Juli 2010

Günzburger Helfer erreichen mit neun Personen die Baustelle.

Von Hand wird die Staumauer mit Natursteinen verkleidet.
Gegen 11 Uhr wird die Turbine (420kg) auf dem Fundament aufgesetzt.