Steig am Pfaffensattel
29.08.2007
Gesicherter Steig am Pfaffensattel
Das Arbeitsgebiet der Siegerlandhütte mit seinen Wanderwegen und Kletterrouten erfordert immer wieder den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Dass dieser Einsatz manchmal richtige Knochenarbeit bedeuten kann, erfuhren zwölf Mitglieder der Hochtourengruppe in den letzten Wochen.
Dabei war die Auffrischung der Markierungen zum Hausberg der Siegerlandhütte, der ca.3450m hohe Sonklarspitze, noch am einfachsten. Die Instandsetzung des alten Übergangs vom Triebenkar- zum Pfaffenferner über den Pfaffensattel forderte schon wesentlich mehr Einsatz. In ca. 500 Arbeitsstunden wurde Material transportiert, Löcher gebohrt und Haken geklebt, um zuletzt Drahtseile durch die ganze Route zu spannen. Die Randkluft wird mit Hilfe einer Aluleiter überwunden.
Bei den Arbeiten stand die Sicherheit der Bergsteiger an oberster Stelle. Schon auf dem Weg zwischen Siegerlandhütte und dem hochalpinen Arbeitsplatz mussten Spaltenstürze gehalten werden. Mit Kletterseilen gesichert, wurden die Arbeiten in der steilen Wand
ausgeführt.
Nun kann der Übergang über den Pfaffensattel als kurzer Zustieg zum Zuckerhütl, dem höchsten Berg der Stubaier Alpen, wieder genutzt werden. Ebenso sind die Übergänge zur Dresdner Hütte, zur Sulzenauhütte, zur Müllerhütte und zum Becherhaus über diese Route wieder möglich.
Der Zustieg zum Pfaffensattel führt aus allen Richtungen über zum Teil sehr zerrissene Gletscher. Die Route ist nur sehr erfahrenen Bergsteigern oder in Begleitung eines Bergführers zu empfehlen. Auskünfte erteilen die Wirte der benachbarten Hütten und die Hochtourengruppe der Sektion Siegerland.
Ein Danke gebührt den Bergführern der Bergsteigerschule Stubai Alpin, die diese Arbeiten
überprüften und selbst letzte Hand anlegten.
P. Müermann, 29. August 2007
Eine kleine Bildergalerie vom den Bauarbeiten
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