Speedklettern ist eine der drei olympischen Kletterdizsiplinen: Auf einer 15 Meter hohen Wand mit fest vorgeschriebener Grifffolge starten zwei Athletinnen gleichzeitig auf identischen Routen und klettern so schnell sie können. Die Weltbesten der Frauen unterbieten sieben Sekunden. Im Nachwuchsbereich werden kürzere Varianten eingesetzt – die Altersklasse U13 kletterte in Kaiserslautern auf zehn Metern.
Am 1. Mai schieden Charlotte Varnhorn und Mariella Achenbach vom DAV Siegerland nach einer sehr guten Leistung erst im Viertelfinale aus. Beide hatten zuvor am Kletterturm Peak17 bei den offenen Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern persönliche Bestzeiten gesetzt.
15 Mädchen gingen insgesamt an den Start – jede Kletterin hatte zunächst zwei Versuche in der Qualifikationsphase, die schnellste Zeit zählte, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Nach zwei Testläufen lief Charlotte im ersten Qualifikationsversuch erstmals unter zehn Sekunden und verbesserte sich im zweiten auf 9,56 Sekunden – Rang sechs. Mariella kam im ersten Durchgang noch nicht auf Touren, drückte im zweiten aber ihre Zeit auf 10,23 Sekunden und zog als Achte hauchdünn ebenfalls ins Viertelfinale ein.
Dort trafen beide auf stärkere Konkurrentinnen: Mariella unterlag der Qualifikationsschnellsten, Charlotte der Drittschnellsten. Beide blieben dabei nochmals unter elf Sekunden. Moritz Varnhorn, der in der Männerkonkurrenz gute Chancen gehabt hätte, musste seinen Start wegen einer Erkältung kurzfristig absagen.
Charlotte und Mariella freuen sich jetzt schon auf die offenen Nordrhein-Westfälischen Landesmeisterschaften im Speedklettern, die am 16. Juni in Düsseldorf stattfinden werden.